Exhibition Paintings

 

Kunsthaus Meran
Eröffnung: Freitag, 03. Februar 2017
Dauer der Ausstellung: 04. Februar – 17. April 2017
Kuratorin: Christiane Rekade
Künstler_innen: Charles Avery, Paolo Chiasera, Dorothy Miller, Martin Pohl, Lea von Witzingerode, Amelie von Wulffen

 

 

Pinakothek München, Mischtechnik auf MDF | 2006

 

In den letzten Jahren haben immer mehr Künstlerinnen und Künstler wieder über Malerei – oder vielmehr über mögliche alternative Annäherungen an das Medium nachgedacht. Vor allem aber sehen immer mehr Künstler in der Malerei eine Möglichkeit der Emanzipation von den gegenwärtigen Arbeitsbedingungen. Arbeitsbedingungen, die immer mehr von der beschleunigten und marktbestimmten Situation im Ausstellungsbetrieb vorgegeben werden. Die Gruppenausstellung “Exhibition Paintings” versammelt sechs internationale Künstlerinnen und Künstler, die in der Malerei ein Potential sehen, das Format der Ausstellung, die Beziehung zwischen Kurator, Publikum und Künstler zu untersuchen und Alternativen zur gegenwärtigen Situation aufzuzeigen.

Während Charles Avery, Paolo Chiasera und Martin Pohl Ausstellungen konzipieren, die ausschließlich auf der Leinwand “stattfinden”, untersuchen Dorothy Miller, Lea von Wintzingerode und Amelie von Wulffen in ihren Arbeiten die sensiblen Mechanismen und Beziehungen zwischen dem Künstler und seinem

Seit 2010 arbeitet italienische Künstler Paolo Chiasera an einer Werkserie mit dem Titel Exhibition Paintings, Ausstellungen, die ausschließlich auf der Leinwand realisiert werden. Chiasera entwickelte Chiasera seine Exhibition Paintings dahingehend weiter, dass er die gemalten Ausstellungen selber kuratierte oder gemeinsam mit einem Ko-Kurator konzipiert.

Ebenso denkt der Britische Künstler Charles Avery in seiner Werkserie It Means, It Means! (2013) die Idee des Musée Imaginaire und die Überlegungen zur Ausstellung als Ort der künstlerischen und kuratorischen Produktion weiter.

Im Gegensatz zu Averys fiktivem Museum, sind die Ausstellungsräume in den Bildern des Südtirolers Martin Pohl als tatsächliche Museumsräume zu erkennen.

Die Werkserie „The Americans“ besteht aus 13 gemalte Covern von historischen Ausstellungskatalogen. Die Katalogcovers wurden von einem anonymen Künstler gemalt und werden unter dem Pseudonym Dorothy Miller präsentiert.

Auch die junge Künstlerin Lea von Wintzingerode findet in der Malerei eine mögliche Reaktion auf eine auf schnelle Lesbarkeit und digitale Repräsentation ausgerichtete Kunst.

Amelie von Wulffen setzt die Malerei und die Zeichnung ein, um mit Selbstironie und Lust an der Übertreibung ein “Bild von Ausstellungen” zu aufzuzeichnen.

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