: Eröffnung :
16. Oktober 2021 / 12 Uhr

: Dauer der Ausstellung :
Sonntag / 17. Oktober 2021

: Öffnungszeiten :
Samstag / 12 – 17 Uhr
Sonntag / 11 – 18 Uhr

: Künstler :
Martin Pohl, Fabio Zolly, Raphael Pohl, Martin Sommer

: Ort :
Gps: 46.4797523,11.2739555
Bunker-Tschigg
Feldweg / St. Pauls, Eppan / Italy

: Kuratorin :
Nicole Abler

Ort und Zeit
Zwei Kilometer vom Ortskern St. Pauls / Eppan befindet sich ein Bunker, in dem die Ausstellung stattfindet. 

Inhalt
Das zentrale Element ist ein Bunker, der aus schichten-haften Stahlbeton besteht und sich durch die Zeit fast ohne Veränderungen bewegt. Seine funktionale Eigenschaft ist nie zum Einsatz gekommen, leise wartend auf Bestimmung. 

Der Kolibri erweist sich verlässlich für alle guten Dinge. Er sucht durch sein sitzendes Gedankenkonstrukt alles um sich herum wahr zu nehmen. So wie der Bunker dafür geschaffen ist, alles im Auge zu behalten um bei Gefahr agieren zu können. Die verschiedenen Räume dieser beiläufigen Architektur werden von vier Künstlern Martin Pohl, Fabio Zolly, Raphael Pohl und Martin Sommer auf eine irreguläre Zusammenarbeit bespielt. Der Kontext dieses ephemeren Projektes besteht darin, einen Dialog zwischen Raum, gegebenen Objekten und künstlerischen Arbeiten zu erschaffen.
Ein tragender Bestandteil dieses Projektes ist der Verweis auf das ›Innen und Außen‹; Worte, die durch den statischen Raum in die landschaftliche Umgebung übergehen: in Rahmen gefasste Abstraktionen, hängende Taschen und leicht befüllte Rucksäcke.

Durch diese verschiedenen Stellungnahmen wird der Ort in eine neue Funktion gesetzt, die Räume werden durch Objekte und Personen gefüllt, lebend in einer neu verstandenen Historie. Die Aufmerksamkeit gilt der an sich tragenden Architektur des Bunkers und deren landschaftlichen Umgebung.

Antonella Cattani 

: Dauer der Ausstellung :
11. Mai – 30. Juni 2021

: Öffnungszeiten :
Montag – Freitag / 10.00 – 12.30, 15.30 – 19.30
Samstag / 10.00 – 12.00 Uhr

: Künstler:innen :
Mats Bergquist, Julia Bornefeld, Emanuela Fiorelli, Angela Glajcar, Martin Pohl, Sean Shanahan, Dana Widawski, Antonella Zazzera

Kunst Meran

: Dauer des Projekts :
12. April – 11. Juni 2021

: Künstler*innen : 
Mirijam Heiler, Jörg Hofer, Walter Moroder, Martin Pohl, Maria Walcher

: Projektleitung :
Iris Cagalli und Martina Oberprantacher

: Projektkoordination :
Hannes Egger

: Video, Schnitt, Ton :
Elisa Nicoli

: Kommunikation und Grafik :
Sara Kuen, J. Christian Rainer und Anna Zinelli

: Dauer des Projekts :
12. April bis 11. Juni 2021

: Ort :
Seniorenwohnheime im Vinschgau

Werke heimischer Künstler*innen in Vinschger Seniorenwohnheimen

Eine Brücke zwischen Senior*innen und der Kunst schlagen, Bewohner*innen und Besucher*innen der Seniorenwohnheime auch in Zeiten der Pandemie Zugang zur Kunst verschaffen und den Austausch zwischen Senior*innen und Kunstschaffenden fördern: All diesen Zielen hat sich Kunst Meran mit der Aktion „Kunst kommt Heim“ verschrieben, die am 12. April startet. Dann übersiedeln fünf Werke aus den Ateliers heimischer Künstler*innen in die fünf Vinschger Seniorenwohnheime.

In Zeiten der Pandemie Kunst zu genießen oder zu rezipieren, ist ein Ding der Unmöglichkeit, erst recht für Senior*innen, in deren Wohnheimen Besuche nur eingeschränkt möglich sind. Zugleich sind die Chancen der Künstler*innen gering, ihre Werke einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Beiden Problemen nehmen sich Kunst Meran und das Annenbergheim in Latsch mit „Kunst kommt Heim“ an, einer Aktion, im Rahmen derer fünf Südtiroler Künstler*innen den Vinschger Seniorenwohnheimen Werke als Leihgabe zur Verfügung stellen.

An der Aktion beteiligen sich Walter Moroder (er stellt im Annenbergheim in Latsch aus), Mirijam Heiler (Bürgerheim St. Nikolaus von der Flüe, Schlanders), Jörg Hofer (Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius, Laas), Martin Pohl (Altersheim Schluderns) und Maria Walcher (Martinsheim, Mals).

Begleitet werden ihre Kunstwerke von kurzen Videos, in denen die Senior*innen die Künstler*innen kennenlernen können, die gerade in ihrem Haus ausstellen. „Es sind virtuelle Atelierbesuche, bei denen die Künstlerinnen und Künstler über sich selbst und ihren Werdegang erzählen, die Gedanken und Anliegen zum jeweiligen Kunstwerk vermitteln, ihre Techniken erklären und ihre Arbeitsweise vorführen“, so Martina Oberprantacher, Direktorin von Kunst Meran.

Der Austausch ist indes keine Einbahnstraße. So werden sich die Senior*innen in ihrer Tagesgestaltung kreativ mit den Kunstwerken auseinandersetzen und den Künstler*innen auch eine „Rückmeldung“ geben, etwa in Form eigener Werke oder einer Videobotschaft. „Die Seniorinnen und Senioren haben da völlige Freiheit, Hauptsache, sie lassen die Künstlerinnen und Künstler an ihrer Gefühlswelt und an ihrer Erfahrung teilhaben“, erklärt Iris Cagalli, Direktorin des Annenbergheims in Latsch, die ergänzt: „So schließt sich der Kreis.“

Lukas Feichtner Galerie

: Dauer der Ausstellung :
11. März – 24. April 2021

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Discover works by Arnulf Rainer, Hermann Nitsch, Xenia Hausner, Marielis Seyler, Albana Ejupi, Niki Passath, Zsolt Tibor, Richard Kaplenig, Hannes Mlenek, Martin Pohl

Schloss Kastelbell

: Eröffnung :
Samstag / 12. September 2020 / 17 Uhr

: Dauer der Ausstellung :
Samstag / 31. Oktober 2020

: Öffnungszeiten :
Dienstag – Samstag / 14 – 18 Uhr
Sonntag / 11 – 18 Uhr

:Kurator:
Andreas Hapkemeyer

Das Kuratorium Schloss Kastelbell hat für den Herbst 2020 den Maler Martin Pohl zur Präsentation einer Anthologie seiner Arbeit der letzten dreißig Jahre ein­geladen. Die Ausstellung überblickt die Anfänge, die Entwicklung der eigenen, wiedererkennbaren Handschrift und die Arbeiten der letzten Jahre.

Die ersten beiden Räume zeigen frühere Malerei vom Ende der 1980er und der 1990er Jahre: die monochromen Bilder und die Werkserie der Galerie- und Museumsräume. Die übrigen Ausstellungsräume enthalten Werke aus den letzten Jahren. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt also auf den neuen Bildern.

In so gut wie allen Bildern Pohls steht eine mit breitem Spachtel gezogene Spur im Mittelpunkt. Die Windungen und räumlichen Bewegungen dieser Spur haben einen ausgeprägten temporalen Zug. Pohls Bilder sind weitestgehend ungegenständlich. Sie zeigen im Grunde nichts anderes als ihre eigene Entstehung. Insofern kann man hier von reiner Malerei sprechen. Das Malen selbst ist das Thema von Pohls Bildern. Es gibt allerdings auch eine Werkserie, die an Bergformationen denken lässt: Zweifellos spielt Pohl mit dieser sich hier leicht einstellenden Assoziation, doch letzten Endes geht es hier – wie in den anderen Werken auch – um Malerei.

Pohls Bilder sind in ihrer Thematisierung der Möglich­keiten des Malerischen nicht gänzlich autoreferenziell, sondern denken immer den Betrachter mit: Sie wollen den Betrachter bewegen, involvieren, auf ihre Seite ziehen mit ihrer Farbe, ihrer Bewegung, kurz ihrer Attraktionskraft, um die es in Pohls Malerei auch immer geht.

Die Arbeiten der letzten Jahre haben in ihrer Kompaktheit, mit ihren Hell-Dunkel-Kontrasten und ihrer illusionären Räumlichkeit oft etwas Skulpturales an sich. Die Formen heben sich vom Bildraum klar ab, sie nehmen nicht mehr – wie bei den frühen Bildern – die gesamte Bildfläche für sich in Anspruch. Nicht nur  in ihren Formaten, auch in der Einfachheit der Motive steckt eine Monumentalität, die man selbst bei kleinen Formaten finden kann.

Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen

: Eröffnung :
Freitag / 26. Juni 2020 / 16 – 22 Uhr

: Dauer der Ausstellung :
Sonntag / 23. August 2020

: Öffnungszeiten :
Dienstag – Sonntag / 10 – 18 Uhr
Donnerstag / 10 – 22 Uhr

:Kurator:
BAU

Die Ausstellung ist eine Initiative der Abteilung Deutsche Kultur in Kooperation mit dem Museion. Die Ausstellung unlearning categories umfasst über 60 Arbeiten von 50 Künstlern und Künstlerinnen. Die Ausstellung lädt dazu ein, vertraute Sichtweisen aufzugeben und neue Narrationen in Landschaften zu entdecken. Wie bei einem Waldspaziergang werden unerwartete Perspektiven und Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Wesen, die den Wald und die Kunstwerke bewohnen, eröffnet.

„Angehäuftes Wissen und Kategorien wie Mensch, Pflanze, Tier sind fest in uns verankert. Was, wenn einem ein überholtes Wissen im Wege steht? Wie kann dieses verlernt werden? Begriffe funktionieren oft nicht mehr, es ist nötig, verinnerlichte Formen der Weltbeschreibung zu verlernen und Methoden des Konstruierens, Verortens und Kritisierens der Wirklichkeit neu zu denken“ so die Kuratorinnen Simone Mair und Lisa Mazza (BAU) zum Konzept der Ausstellung, das eine immer aktueller werdende Fragestellung anspricht. 

unlearning categories präsentiert erstmals Werke, die die Südtiroler Landesregierung im Zeitraum 2012–2018 erworben hat. Für die Ausstellung verlassen über 60 Werke von 50 Künstlern und Künstlerinnen ihren gewohnten Platz in den öffentlichen Arbeitsräumen, wo die Werke mit Menschen, Büromöbeln, Pflanzen, Urlaubspostkarten und anderen Objekten in Beziehung stehen, um für 59 Tage in den Räumlichkeiten des Museion zu „verweilen“. Ausgehend von zeitgenössischen Denkerinnen wie Donna Haraway und Anna Tsing lädt die Ausstellung dazu ein, ein überkommenes Wissen und herkömmliche Kategorien aufzugeben, um die Komplexität unseres Daseins bzw. die Symbiose von menschlichem und nichtmenschlichem Leben neu zu entdecken. Das kuratorische Narrativ dringt dabei in die Tiefe und verwendet als Metapher das unterirdische, unsichtbare System der Mykorrhiza, einer Symbiose, wo Pilz und Pflanze über ein Feinwurzelsystem miteinander verbunden sind.
In diesem Sinn ist die Ausstellung als eine imaginäre Untersuchung des Waldes konzipiert, die in acht „Momenten“ gegliedert ist: Mischwesen, Materie, Linien, Kollektivität, Porosität, Fugen, Sedimente, Gefüge. Alle Werke sind durch ihren Bezug auf die Gegenwart charakterisiert: sie versuchen sie zu verstehen, zu kommentieren, das Unsichtbare sichtbar zu machen, Verbindungen offenzulegen oder zur Diskussion zu stellen. Wie soll man sich die Ausstellung ansehen? „Mit derselben Aufmerksamkeit und Langsamkeit, mit der man Pilze sucht, mit neugierigem und aufmerksamem Blick, um dem Unbekannten zu begegnen und das Bekannte wiederzuentdecken und – beim Betrachten der Kunstwerke – neue Denkräume sich öffnen zu lassen,” schreiben die Kuratorinnen von BAU. 

Das Konzept der Ausstellung spiegelt sich in dem von insalata mista studio entwickelten Ausstellungsdesign, das sich mit seiner Farbpalette an der Pflanzenwelt orientiert und sich bei den Beschriftungen organischer Formen bedient. Zugleich mit der Ausstellung erscheint der zweite Band des Sammlungskatalogs Arbeiten. Lavori in corso“, der alle im Zeitraum 2012–2018 von der deutschen Kulturabteilung der Autonomen Provinz Bozen angekauften Werke enthält. Er wurde von der Abteilung Deutsche Kultur erarbeitet und ist Teil der Ausstellung.

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist im zweiten und dritten Stock des Museion angelegt wie ein imaginärer Rundgang, bei dem man eine Landschaft erforscht. Im ersten Raum, Humus betitelt, kann das Publikum Platz nehmen und sich in Ruhe mit den Projekten, den Publikationen und Künstlerbüchern der in der Ausstellung vertretenen Künstler und Künstlerinnen auseinandersetzen. Die Begegnung mit den Werken selbst beginnt bei den Mischwesen. Dort sind, wie in einer Landschaft bzw. im regennassen Waldboden, der Körper und seine Grenzen Gegenstand der Untersuchung der Künstler und Künstlerinnen: Annemarie Laner, Matthias Schönweger, Michael Fliri, Sven Sachsalber, Peter Senoner, Barbara Gamper, Josef Rainer, Julia Bornefeld, Sylvia Barbolini und Linda Jasmin Mayer. Die aktive Natur der Materie, sei sie nun flüssig oder formgebend politisch konnotiert oder von der Anziehung des Gegensätzlichen bestimmt, begegnet dem Wanderer in den Werken von Franz Messner, Aron Demetz, Tomas Eller, Jörg Hofer und Leander Schwazer.
Die Kunstwerke von Esther Stocker, Arnold Holzknecht, Martina Steckholzer im Raum der Linien handeln von verflochtenen Beziehungen, die den Einzelnen in einem größeren Netzwerk positionieren, das aus organischen oder geometrisch-abstrakten Formen besteht.
Künstler und Künstlerinnen wie Hannes Egger, Christian Niccoli, Ingrid Hora und Franz Pichler setzen sich mit unterschiedlichen Formen von Kollektivität auseinander, die immer dort entsteht, wo einer mit einem anderen etwas teilt. Die Gemeinschaft als Impuls dafür, dass in der Natur das Gleichgewicht bewahrt wird, ist ein Element, das ein prekäres soziales System stabilisiert.
Die Porosität hält am Leben und sorgt dafür, dass man mit den Problemen in Kontakt bleibt, sie löst die Definitionen und die Kategorien auf, sie bewirkt, dass der Übergang zwischen innerer und äußerer Welt verschwimmt. Die Künstler und Künstlerinnen Petra Polli, Kathrin Partelli, Hans Knapp, Cornelia Lochmann, Christian Martinelli und Krüger & Pardeller lassen grundsätzlich die Durchlässigkeit zwischen unterschiedlichen Konzeptionen von Landschaft erkennen.
Bei den Fugen schaffen die Künstler und Künstlerinnen Maria Walcher, Siggi Hofer und Heinz Mader Zwischenräume, die ein institutionell legitimiertes Wissen in Frage stellen und es teilweise auflösen. In den Arbeiten von Claudia Barcheri, Martin Kargruber, Erich Kofler Fuchsberg, Berty Skuber, Albert Mellauner, Benjamin Tomasi und Karin Welponer lagert sich die Begegnung zwischen Mensch und nicht-menschlichem Wesen in inneren und äußeren Landschaften ähnlich den Sedimenten des Waldbodens ab. Im letzten „Moment“ der Ausstellung, namens Gefüge, werden Werke folgender Künstler und Künstlerinnen präsentiert: Sonia Leimer, Irene Hopfgartner, Karl Unterfrauner, Christian Reisigl, Martin Pohl, Letizia Werth, Elmar Peintner, Walter Niedermayr, Philipp Messner, Gino Alberti, Elisabeth Hölzl, Gabriela Oberkofler und Nicolò Degiorgis. Diese Werke liegen auf der Grenze zwischen Natur und Künstlichkeit. Die Grenzen zwischen dem, was gewachsen ist, und dem, was konstruiert ist, lösen sich auf und die Fragilität des Gleichgewichts wird deutlich.

Ausgestellte Künstler und Künstlerinnen: Martin Pohl, Annemarie Laner, Matthias Schönweger, Michael Fliri, Sven Sachsalber, Peter Senoner, Barbara Gamper, Josef Rainer, Julia Bornefeld, Sylvia Barbolini, Linda Jasmin Mayer, Franz Messner, Aron Demetz, Tomas Eller, Jörg Hofer, Leander Schwazer, Esther Stocker, Arnold Holzknecht, Martina Steckholzer, Hannes Egger, Christian Niccoli, Ingrid Hora, Franz Pichler, Petra Polli, Kathrin Partelli, Hans Knapp, Cornelia Lochmann, Christian Martinelli, Krüger & Pardeller, Maria Walcher, Siggi Hofer, Heinz Mader, Claudia Barcheri, Martin Kargruber, Erich Kofler Fuchsberg, Berty Skuber, Albert Mellauner, Benjamin Tomasi, Karin Welponer, Sonia Leimer, Irene Hopfgartner, Karl Unterfrauner, Christian Reisigl, Letizia Werth, Elmar Peintner, Walter Niedermayr, Philipp Messner, Gino Alberti, Elisabeth Hölzl, Gabriela Oberkofler, Nicolò Degiorgis

Galerie Trapp | Salzburg

: Eröffnung :
Mittwoch / 18. März 2020 / 16 – 21 Uhr

: Dauer der Ausstellung :
Samstag / 02. Mai 2020

: Öffnungszeiten :
Mittwoch – Freitag / 13.30 – 18.00 Uhr
Samstag / 10.00 – 14.00 Uhr

Die Gemälde Martin Pohls verzichten auf traditionelle Funktionen des Bildes wie Nachahmung und Illusion, sie wollen nichts abbilden oder erzählen. Gibt es eine lesbare Bildgeschichte, kann sich der Künstler hinter sie zurückziehen oder vielleicht auch verstecken, wenn aber der abstrakte Gestus offen daliegt, muss dieser allein für sich sprechen. Es ist eine Malerei der selbstreflexiven Zuspitzung, nichts lenkt von der rein malerischen Malerei ab.

Pohls Kunst operiert nicht mit einer bestimmten Botschaft und dennoch wirken seine Malereien nie rein zufällig. Sie müssen sich nicht wegen ihrer Technik rechtfertigen oder mit einem komplexen theoretischen Überbau versehen werden, um bestehen zu können. Denn was auch immer man über Pohls Kunst zu sagen versucht, das intensive Bilderlebnis, dass man als Betrachter vor seinen Werken hat, kann nur bedingt in Worten ausgedrückt werden.

Österreichs internationale Kunstmesse

: Dauer der Kunstmesse :
Donnerstag / 26. September –
Sonntag / 29. September 2019

: Künstler :
Xenia Hausner, Albana Ejupi, Martin Pohl, Niki Passath, Hannes Mlenek, Richard Kapleni, Zsolt Tibor, Behrouz Heshmat

: Location :
Marx Halle
Karl-Farkas-Gasse 19 / 1030 Wien

Galerie Lukas Feichtner | Wien

: Eröffnung :
Donnerstag / 12. September 2019
16 – 21 Uhr

: Dauer der Ausstellung :
Samstag / 19. Oktober 2019

: Öffnungszeiten :
Donnerstag – Samstag / 10 – 18 Uhr
Sonntag / 10 – 16 Uhr

In seinen Arbeiten setzt sich Martin Pohl seit Jahren mit den Möglichkeiten der Malerei auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei die Grundelemente des Farbauftrags, des malerischen Duktus, der Farbe. Seine meist zweifärbig angelegte Malerei ist abstrakt, ohne Verweise auf das Gegenständliche.

Im Gespräch mit dem Künstler sieht man beim ersten Hinschauen Farbe, organische Formen und verhaltenes gläsernes Leuchten.
Er verwendet große Werkzeuge, um starke Formen und Gesten auf die Leinwand zu übertragen. Schicht für Schicht wird ein illusionistischer Farbraum geschaffen, mit Höhen und Tiefen. Die Malereien weisen darüber hinaus und rufen das Gefühl des Unendlichen hervor.

Martin Pohl interessiert das Geistliche und der Produktionsprozess und die Verwandlung von Leinen und Farbpigmenten in Malerei, eben die dabei resultierende Metamorphose.

Kunsthaus Muerz

Land(e)scapes
Landschaftsdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst

: Eröffnung :
Freitag / 17. Mai 2019 / 19.00 Uhr

: Dauer der Ausstellung :
Sonntag / 1. September 2019

: Öffnungszeiten :
Donnerstag – Samstag / 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag / 10.00 – 16.00 Uhr

Seit dem frühen 16. Jahrhundert spielen Landschaften in der abendländischen Kunst eine nicht unerhebliche Rolle und lösen mit ihren detailreichen Schilderungen von exotischen oder vertrauten Gefilden vor allem Emotionen bei ihren Betrachtern aus. Auch zeitgenössische Kunstwerke beschreiben Orte der Erhabenheit und Schönheit, der Stille und Beschaulichkeit, vermitteln die Dramatik einer ungezähmten Wildnis, die es heutzutage vor Industrialisierung und Massentourismus zu bewahren gilt, oder zeigen ganz einfach Gegend – als positives oder kritisches Statement zum vorgefundenen Status quo.

Der Titel der Ausstellung spielt bereits auf eine der vielen Interpretationsmöglichkeiten des Themas an: die Landschaft als realer und imaginärer Zufluchtsort. Die Kunstwerke helfen, sich aus dem momentanen „Hier und Jetzt“ zumindest temporär wegzustehlen und dienen der Erbauung in gleichen Maßen, wie sie Erinnerungen wecken oder zur Kontemplation anregen vermögen.
Arkadien oder nur eine Urlaubsdestination? – das Landschaftsbild vermag es, uns in die unterschiedlichsten Stimmungen zu versetzen. Angesichts sturmgepeitschter Küsten und aufziehender Gewitterfronten, die Unheil verkündend über einsamen Berggipfeln dräuen, empfinden wir zum einen den Schauer vor der Bedrohung durch die unkontrollierbaren Naturgewalten, zum anderen Zorn über die kurzsichtige Ausbeutung und Verschandelung der Umwelt. Neben diesen Versuchen, die Gesellschaft durch Erschütterung zur Läuterung zu führen, übernehmen selbst Darstellungen ländlicher Idyllen eine erzieherische Aufgabe, indem sie beharrlich Ästhetik und Schönheit als wesentliche kulturelle Werte thematisieren und vor Augen führen.

„Land(e)scapes“ bietet dem Besucher ein ebenso breites wie stilistisch abwechslungsreiches Spektrum österreichischer Gegenwartskunst. Quer durch die künstlerischen Medien versammelt die Ausstellung Beiträge von bekannten, beziehungsweise noch zu entdeckenden Künstlerinnen und Künstlern in einer visuell-assoziativen Gegenüberstellung. In diese überwiegend gegenständliche Bildwelt finden sich vereinzelt abstrakte Positionen eingebettet, die es dem Betrachter plötzlich nahelegen, von sich aus Verbindungen zur „realistischen“ Nachbarschaft zu knüpfen und damit neue Facetten eines vielleicht ursprünglich gemiedenen Terrains zu erschließen.

: Works by :
Christy Astuy, Franz Beer, Michael Blank, Erwin Bohatsch, Casaluce-Geiger, Martin Eiter, Jenny Feldmann, Karin Ferrari, Jakob Gasteiger, Rudolf Goessl, Ilse Haider, Leo Hainzl, Heidi Harsieber, Peter Hauenschild, Christian Hutzinger, Josef Kern, Elke Silvia Krystufek, Hans Kupelwieser, Betina Letz, Sabine Maier, Alois Mosbacher, Martin Music, Hans Nevidal, Gerald Obersteiner, Yvonne Oswald, Karin Pliem, Martin Pohl, Wolfgang Reichmann, Hubert Roithner, Elisabeth von Samsonow, Hans Schabus, Robert Scheifler, Werner Schnelle, Johann Schoiswohl, Gabriele Schöne, Martin Schrampf, Claudia Schumann, Fritz Simak, Karl Heinz Ströhle, Alois Tösch, Anton Wichtl, Robert Zahornicky, Laurent Ziegler / Georg Blaschke, Klaus Dieter Zimmer.