selected works

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institutions

Kunsthaus Meran – An den Grenzen der Malerei, 2012
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Kunsthaus Meran – An den Grenzen der Malerei, 2012
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An den Grenzen der Malerei, 2012

Seine im Wesentlichen nicht-ikonische Kunst hat sich hin zu einer Malerei entwickelt, die sich auch mit dem Thema der Bildgrenze auseinandersetzt. In seinen Werken wurde das Betrachtungsverhältnis innerhalb des Bildes ausgearbeitet. 

Die Serie der „Museen“ steht in einer realen Beziehung mit den Ausstellungsräumen, die der Künstler besucht und kennengelernt hat. Der Naturalismus in ihm ist angenommen, nicht dargestellt, auch wenn seine pinsellose Malerei Bezüge zu Landschaften, speziell zu den Bergen herstellt. Martin Pohls Malerei ist zeitgenössisch und trägt den Entwicklungen der letzten vierzig Jahre Rechnung. Sie beschreitet einen persönlichen Weg, auf dem die Erkennbarkeit der Welt, Himmel oder Berge zum Beispiel, lediglich einen Beitrag zur repräsentierten Idee darstellt und nie deskriptiv ist. Pohl modelliert die Farbe. Er tendiert stets zur Monochromie, um die Plastizität der Materie, auch durch das Einfangen des Lichtes, zu erhöhen.

kuratiert von: Valerio Dehò
text von: Ursula Schnitzer

Kunsthaus Meran – An den Grenzen der Malerei, 2012
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Kunsthaus Meran – An den Grenzen der Malerei, 2012
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MUSEION Bozen/Bolzano – die Sammlung – 2010
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Schloss Kastelbell – untitled, 2020
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Schloss Kastelbell – untitled, 2020
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Schloss Kastelbell – untitled, 2020
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Schloss Kastelbell – untitled, 2020
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Schloss Kastelbell – untitled, 2020
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Apparizioni – Kunsthalle West, 2018
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Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum- art tirol, 2007/2009
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museum spaces

„Wiener Secession“ 2007,
acrylic, wax on hardboard
110 x 120cm

„Tate Modern London“2007,
acrylic, wax on hardboard
110 x 130cm

„Tate Modern London“2007,
acrylic, wax on hardboard
110 x 130cm

„Sammlung Göetz München„ 2007,
acrylic, wax on hardboard
140 x 110cm

museum spaces | Museumsräume 

Martin Pohl experimentiert mit den Möglichkeiten der Malerei, aber auch mit jenen des Raumes, in dem sie zu sehen ist.
In skizzenhaft dargestellten Museumsräumen – durchaus aber mit einem gewissen Wiedererkennungswert (wunderbar etwa die Galerieräume des Essl Museums!) – integriert er seine abstrakten Malereien. Streng reduziert und perspektivisch klar wirken die Zeichnungen wie architektonische Entwürfe, Modell- oder Versuchsanordnungen einer geplanten künstlerischen Intervention. Großzügig hängen hier großformatige Arbeiten, nehmen Malereien flächendeckend ganze Ausstellungswände oder gar den gesamten Museumsboden ein. Pohl gestaltet optische Illusionsräume, die Raummalereien reagieren auf die Architektur, Details wie Maueröffnungen oder Türen werden mit einbezogen. Die weiche Malerei stößt auf harte geometrische Formen, die malerisch gestaltete Fläche kontrastiert mit weißen Wänden und perspektivischen Verkürzungen. Dabei gelingt ihm ein grandioser Kunstgriff. Der Künstler bemächtigt sich des Museumsraums und lässt ihn – nicht ohne Ironie – Teil des Bildes werden. Er entwirft sich seine eigenen, virtuellen Ausstellungen in den großen Kunsthäusern der Welt. Pohl braucht für seine Bilder nicht mehr die aufgeladene „Aura“ eines Museums oder einen institutionalisierten Repräsentationsraum, er erschafft sich seinen Raum selber. Der Bild-im-Bild-Charakter lässt die Grenzen zwischen dem Kunstwerk und seiner Präsentationsform verschwim-men. Die Malerei ist zugleich der Kunstraum ihrer Präsentation. Ein raffiniertes Spiel mit Verdoppelung und Täuschung, vielleicht auch ein Infragestellen von Originalität und Authentizität von Kunst und ihren etablierten Betrachtungsformen.

text von: Günther Oberhollenzer

„Museum Mönchsberg Salzburg“ 2005
acrylic, wax on hardboard
110 x 140 cm

„The Pulitzer Foundation for the Arts“ 2010
acrylic, wax on hardboard
140 x 110 cm 

„Tate Modern London“ 2007
acrylic, wax on hardboard
110 x 130cm

„Museum Appenzell“ 2007
acrylic, wax on hardboard
120 x 110 cm 

„Neue Pinakothek München“ 2007
acrylic, wax on hardboard
108 x 87 cm 

„Kunstmuseum Winterthur Schweiz“ 2007
acrylic, wax on hardboard
110 x 120cm

galleries

untitled, 2023
installation view – Gallery Lukas Feichtner Vienna

untitled, 2023
installation view – Gallery Lukas Feichtner Vienna

untitled, 2023
installation view – Gallery Lukas Feichtner Vienna

untitled, 2023
installation view – Gallery Lukas Feichtner Vienna

untitled, 2023
installation view – Gallery Lukas Feichtner Vienna

untitled, 2023
installation view – Gallery Lukas Feichtner Vienna

Galleria Antonella Cattani Contemporary Art, 2012
installation view

Galleria Antonella Cattani Contemporary Art, 2012
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abstract

untitled, 2020
acrylic on canvas
200 x 300 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
200 x 300 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
160 x 210 cm

untitled, 2024
acrylic on canvas
160 x 140 cm

untitled, 2024
acrylic on canvas
110 x 110 cm

untitled, 2024
acrylic on canvas
160 x 140 cm

untitled, 2024
acrylic on canvas
160 x 140 cm

untitled, 2006
acrylic, wax on hardboard
54 x 38 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
210 x 160 cm

mountain formations

untitled, 2010
acrylic on canvas
120 x 110 cm

mountain formations | Bergformationen

 In jüngster Zeit gestaltet Martin Pohl eine große Werkserie von malerischen Landschaften, die an Gebirgsformationen erinnern. Die Bergbilder sind ohne Titel. Doch sind es überhaupt Berge, die wir sehen? Oder glauben wir nur, sie zu sehen, da unser Betrachterblick so konditioniert ist? Es handelt sich nicht um eine reale Landschaft, aber auch nicht um eine ideale. Pohl transformiert das emotional, historisch und symbolisch stark besetzte Bergmotiv in freie Malerei, nicht ein Abbilden und infolge Wiedererkennen eines bestimmten Berges ist intendiert. Der Künstler möchte vielmehr das Wesenhafte der Bergform einfangen. Aber vielleicht ist auch das schon wieder zu viel gesagt. Eine Charakterisierung, die auch auf die Arbeiten von Pohl gut zutrifft. Vor monochromem Hintergrund türmen sich Farbberge auf, ein Weiß von enormer Plastizität und dennoch atmosphärisch leicht. Im Gegensatz zu den anderen Arbeiten malt Pohl nun an der Wand, wunderbare Rinnspuren entstehen. Die Malerei wirkt subjektiver, unbekümmerter. Die Spuren des Malvorgangs sind ungebrochen auf der Leinwand sichtbar, bewusst erkennbare Striche, Übermalungen und Farbschlieren lassen den gern erkennbaren figurativen Bildgegenstand weit hinter den Malakt zurücktreten. Wieder sind die Werke in erster Linie von der Farbe und dem Malprozess her gedacht. Die reine Malerei bleibt im Mittelpunkt.

text von: Günther Oberhollenzer

untitled, 2020
acrylic on canvas
100 x 100 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
220 x 390 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
160 x 140 cm

untitled, 2015
acrylic on canvas
80 x 70 cm – 50 x 40 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
110 x 100 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
110 x 100 cm

untitled, 2020
acrylic on canvas
80 x 80 cm

untitled, 2013
acrylic on hardboard
120 x 110 cm

untitled, 2013
acrylic on canvas
200 x 140 cm